Manipulativmassage nach Terrier (1, 2)
Die Manipulativmassage ist eine Kombination aus kleinflächiger Massage, passiver Muskeldehnung, passiver Gelenkmobilisation und paraphysiologischen Gelenkspieltechniken.
Behandelt werden vor allem Arthrosen, Periarthrosen, posttraumatische und postoperative Folgezustände. Bei diesen Erkrankungen sind Tonusstörungen der gelenkzugehörigen Muskeln, Sehnen, Muskelansätzen und die damit einhergehenden neurovegetativen Reflexdystrophien, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen besonders auffällig.
Mit der Manipulativmassage gelingt es von außen den Tonus der Muskeln zu beeinflussen, therapeutisch nützliche Reize auszulösen und hypertone oder hypotone Störungen aufzulösen.
Vor der passiven Gelenkmobilisation, mit der die kontrollierte Dehnung der massierten Weichteilstrukturen erreicht wird, sorgt der Therapeut für eine schwerelose Aufhängung oder Lagerung der zu behandelnden Gelenkregion. Dazu wird der Körper großflächig und in Gelenknähe gehalten und dann in einen schienenden Kontakt zum Körper des Therapeuten gebracht. Der körpernahe Kontakt ermöglicht eine völlig anstrengungsfreie und kraftsparende Mobilisierung auch der großen Gelenke. Die sichere Führung des Gelenkes bei der Mobilisierung vermeidet schädliche Kompression der Gelenkflächen und nutzt den schmerzfreien Bewegungsspielraum des Gelenkes voll aus.
Über die gelenkschonende passive Mobilisierung der Gelenke hinaus verwendet die Manipulativmassage Elemente von Gelenkspieltechniken, die als Mobilisationstechniken in der manuellen Therapie benutzt werden