Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation (PNF) (2)
Die Abkürzung PNF steht für Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation und bedeutet, dass über das gezielte Zusammenspiel von Muskeln und Nerven Bewegung gebahnt (erleichtert) wird. Diese Methode wurde Ende der vierziger Jahre in den USA von dem Neurophysiologen Dr. Kabat und der Physiotherapeutin M. Knott entwickelt. Sie besteht aus definierten Bewegungsmustern und orientiert sich an der normalen motorischen Entwicklung. Diese Bewegungsmuster (Pattern) zeigen sich in Halte- (statisch) und Bewegungsfunktion (dynamisch) des Körpers. Sie verlaufen dreidimensional und diagonal, da die Muskulatur so angelegt ist. Mit diesen Mustern und bestimmten Techniken wird therapeutisch gearbeitet. Es werden bestimmte Reize wie Druck, Zug, Dehnung und Widerstand gesetzt. Dadurch kommt es dann zu erwarteten Reaktionen im Sinne von vermehrter Muskelspannung aber auch -entspannung. Die Auswahl und Durchführung des Pattern und anderer PNF-Techniken, richten sich immer nach der individuellen Situation des Patienten. PNF wird vorwiegend bei neurologischen, aber auch bei orthopädischen und chirurgischen Krankheitsbildern eingesetzt.